Oh, Vater.


mir hat mal jemand – ziemlich oft – gesagt, dass man alles kann. auch ich. wenn dem so wäre – und ich habe mittlerweile festgestellt, dass dem nicht so ist – also wenn dem so wäre, dann würde ich ab morgen zeichnen lernen. und schreiben. heute habe ich das comic fun home zuende gelesen. sowas will ich auch können. aber nicht vordrängeln: davor gab es zunächst …


Silent Hill (Band 2) – Innerlich sterben

  • 7,0 von 10 Sternen (eher etwas für Fans)
  • Ein Comic von Scott Ciencin, Ben Templesmith und Aadi Salman
  • Mehr von mir über Silent Hill

fantasievoll und mit fast nachvollziehbaren wirrungen wird die geschichte von christabella erzählt. oder die ihrer schwester. und ein paar anderen, die nun nicht mehr sind. oder die nicht mehr sind, was sie auf seite 1 noch waren. die bilder sind echt schräg, aber leider auch oft pure rätsel.

Silent Hill (Band 2) - Innerlich sterben
Silent Hill (Band 2) – Innerlich sterben

das ganze nimmt einen schon gefangen. so gefangen, als wäre man in einer ziemlich bösen, nebligen stadt und käme da (erstmal) nicht mehr weg. aber das ganze ist am ende – für meinen kleinen kopf – zu komplex, als das man das ganze fassen könnte. vielmehr kommt es als lineare psychokunst daher, als ein daumenkino voller schwarz.

oder ist es genau das, was uns immer wieder dahin zieht. nach silent hill.


Fun Home – a family tragicomic

  • 10,0 von 10 Sternen
  • Ein Comic von Alison Bechdel
  • auf Englisch, mit Blick ins Wörterbuch

alison bechdel kann zeichnen. und sie kann schreiben. und was macht sie: sie gestaltet auf fast 250 seiten ein buch comic meisterwerk, das ihre persönliche geschichte erzählt. sie autobiografiert ihr leben in einem comic!? und gewaltig steht die beziehung zu ihrem vater im heißen brennpunkt.

Fun home - a family tragicomic
Fun home – a family tragicomic

nun habe ich fun home, genau wie watchmen, auf englisch gelesen. man will ja auch was lernen. so konnte ich das original noch originaler spüren. aber: ganz schön schwer für einen durchschnitts-engländer wie mich.

diese so emotional in hochfrequenten vor- und rückblicken erzählte geschichte, die sich im engsten radius um nur genau einen mittelpunkt dreht und dabei hinreißende kurven zieht, muss ich nochmal lesen. und damit ich dann alles verstehe: auf deutsch. das ist dann nicht mehr ganz so poetisch, aber dafür leichter. zumindest ein klein wenig. so leicht wie das leben.

wenn familie dein thema ist, oder mutter oder vater, oder literatur oder sexuelle identität, wenn du nicht mehr weißt, ob deine kindheit magisch war und du eigentlich auch nicht weiß warum, wenn du wirklich wissen willst, ob das alles einen sinn macht. dann glaube mir, dann lies.

ich will das auch können.

Eine Antwort auf „Oh, Vater.“

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