new york ’04 . tag 5 . 21.04.

1986 war ich schonmal da. da war’s doof. nur standen da eben die türme noch. nu‘ sind sie weg. kein grund, dem städtchen den zweiten versuch zu verweigern. well done.

tag 5

um es vorwegzunehmen: das kaugummi konnte ich restlos aus meiner nagelneuen short entfernen. nun bin ich gespannt, ob es sich mit den blutflecken in der hacke meiner joggingschuhe genauso verhält.

im gestrigen weblog habe ich eine markante entdeckung unterschlagen: jeden tag fliegen zig flugzeuge sichtbar dicht über die manhattan skyline. und jedesmal denke ich.

bevor wir heute morgen aufgestanden sind, wurden wir in der nacht bereits einmal geweckt. hier ist nicht nur alles laut, sondern auch das telefon-klingeln. der verwähler – sorry, wrong number – war hartnäckig, so dass er es kurz darauf erneut versuchte.

good morning, america.

rüber zur 5ten avenue und frühstück ‚auf der ecke‘. das kostet soviel, dass wir nachfragen. dummerweise haben die herren mein rühreifrühstück doppelt berechnet. ab jetzt passen wir auf.

wir schlender-shoppen die 5th avenue entlang. schuhe. kitsch. rockefeller-center. souvenirs. h&m. gap. schön, dass wir wenigstens für mich etwas finden. etwas weiter uptown kommen wir auf die höhe des times square und beschliessen, mal bei tkts vorbeizuschauen. dort gibt es täglich broadway-tickets für 50%. allerdings immer nur für vorstellungen am selben tag. heute.

nach kurzer info (something that is _not_ cats, please!) stellen wir uns an und haben nach 45 minuten glück. die von uns gewünschten karten für i am my own wife gibt es noch. wir wollen kaufen, haben aber nicht genug cash. wir bekommen 10 minuten karenz, die wir nutzen. erfolg.

mein rechter fuss ist kaputt.

auf dem weg zum hotel machen wir zwischenstop bei macy’s. unglaublich. über 9 stockwerke kommerz-terror. wir kaufen. heisst: sandra kauft. aber: morgen bin ich dran. habe schon ein paar sachen im auge.

ich stelle mit selbsterstaunen fest, dass ich zum ersten mal keine lust habe nach hause zu fahren, weil es ‚hier‘ viel besser scheint. ich habe mich verliebt.

nach einem ganz kurzen hotelbesuch (wir sind jetzt schon total im eimer) gehts mit einer schmierpizza auf der hand wieder zum broadway. i am my own wife ist ein one-man-theaterstück über charlotte von mahlsdorf, die als deutscher transvestit das 3te reich und die ddr überstanden hat. wir finden das stück toll, sind aber zu müde für euphorie.

rückweg: abendessen in einem irish pub. schon wieder total teuer. schon wieder nicht genug cash. ich hole geld aus unserem hotelzimmer (gegenüber) und alles wird gut.

mehr gibt es von heute nicht zu berichten. und: ich bin platt.

[ places: 5th avenue / tkts / macy’s / broadway (lyceum theater) / irish pub ]

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