Ich bin alles andere als ein politischer Aktivist …

Ich bin alles andere als ein politischer Aktivist. Ich sitze schön bequem auf dem Sofa und haue aus gefühlt sicherer Distanz in die Tasten. Ich kenne keine Demos und lebe in Deutschland auch in einem Land, in dem man das kaum lernen kann. Wir sind zu fett im Saft um aufzustehen, aufzubegehren.

Für eine ordentliche Demo mit Wirkung geht es uns faktisch zu gut. Das ist toll. Ist das toll?

Ich bin alles andere als ein politischer Aktivist.

Aber ich übe. Ich übe Meinungsfreiheit.

Ich übe auf mein Herz und Hirn zu hören und Euch eine Position anzubieten, an der Ihr Euch reiben könnt – an die Ihr Euch aber auch gerne anlehnen könnt. Bei mir darf jeder machen, was er will.

Zweierlei meiner Positionen gehen so:

1. Nicht können kommt immer von Nicht wollen. Wir können etwas ändern. Wer das Gegentum behauptet, der will auch nicht. Wenn nicht wir ändern können, wer dann?!

2. Meinungsfreiheit ist ein tolles Recht. Meinungsfreiheit ist aber auch eine latente, moralische Pflicht. Niemand Keiner muss einem anderen seine Meinung sagen, wenn er nicht will. Aber Demokratie funktioniert nicht deswegen, weil wir wählen dürfen, sondern weil wir wählen gehen. Weil wir aktiv sind, wenn wir ein Kreuz machen. Der respektvolle Diskurs ist der Weg in die bessere Welt: These, Antithese und dann die Synthese.

Reden hilft.

Reden hilft.

Komplette Stille bitte erst, wenn alle lieb sind.

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