BILD, Nein!

Es fiel mir heute nicht schwer, eine telefonische Interviewanfrage von BILD.de in Sachen „Keine Kinderfotos im Social Web“ abzulehnen. Die sehr nette Redakteurin fragte nach den Gründen und hatte wenige Minuten später keine Lust mehr, das Gepräch fortzusetzen. Ich aber.

Meine Gründe

Ich arbeite nicht mit Medien zusammen, die meiner Meinung nach Völker gegen andere Völker aufhetzen, Völker gegen sich selber aufhetzen und immer wieder gerne Lebensläufe einzelner komplett und gnadenlos zerstören. Ich arbeite nicht mit Medien, die aus meiner Sicht Krieg und Terror provozieren, die Menschenverachtung und Hass anfeuern, die alles, einfach alles dem Erfolg der Schlagzeilen unterordnen.

Die BILD ist ein einziger Verrat an Ethik und Moral, eine widerliche Pest für die Meinungs- und Pressefreiheit, eine unendliche Schande für jeden engagierten und professionellen Journalisten.

Die BILD war immer schon unerträglich schlimm, ist aber derzeit an einem absoluten Tiefpunkt angekommen, was Seriösität angeht, mischt sich auf ekelhafte Art und Weise in Politik, Gesellschaft, Kultur und individuelle Biografien ein und kann leider nur noch in dem Sinne ernst genommen werden, dass sie ihre anzuerkennende Macht auf beängstingende Art und Weise einzusetzen weiß.

Mein unmissverständliches „Nein!“ zu/r BILD.

[EDIT 14.04.2015: Studie: Otto Brenner Stiftung erkennt Bild den Journalismus ab]

8 Antworten auf „BILD, Nein!“

  1. Danke für das klare Statement, dem ich 100% zustimme. Aber ich fürchte, die lernen ja nicht mal daraus, dass immer mehr Kioskbesitzer die BILD auslisten.

  2. Gäbe es nur mehr Konsequenz dieser Art – leider siegt wohl überwiegend die Lust als „Experte“ in einen „Leitmedium“ zu erscheinen. Jetzt hoffe Ich für Sie, dass Sie nicht noch „Post von Wagner“ bekommen.

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